Schüleraufnahmen


Die Vorbereitungen zur Aufnahme einer neuen ersten Klasse beginnen bereits ein knappes Jahr vor der Einschulung. Öffentliche Schulfeiern, Informationsabende, Tage der Offenen Tür, aber auch z.B. der große Martinsbasar bieten Gelegenheiten, das Schulleben kennen zu lernen.

Die Eltern der für das kommende Schuljahr angemeldeten Kinder erhalten zusätzlich zwei individuelle Termine: zunächst für das Anamnesegespräch, darauf folgend für die Kindervorstellung. Gegebenenfalls werden weitere Termine vereinbart, z.B. eine Hospitation im Kindergarten. Bitte melden Sie Ihr Kind spätestens im Oktober des Jahres vor der Einschulung mit dem Anmeldeformular an, da wir nicht mehr als 25 Aufnahmeverfahren durchführen können, um eine Klasse von 10 bis 11 Kindern zu bilden. Ende Februar ist die Klasse zusammengestellt und die Eltern bekommen entsprechend Bescheid. Für die Eltern und Kinder der künftigen ersten Klasse gibt es dann bis zum Sommer noch eine Reihe vorbereitender Veranstaltungen.

Das Aufnahmeverfahren für Quereinsteiger wird, je nach Gegebenheiten, individuell gestaltet. Zur Zeit sind Aufnahmen in der oberen Mittelstufe und in der Oberstufe möglich. Bitte schicken Sie uns zunächst das Anmeldeformular - wir setzen uns dann umgehend mit Ihnen in Verbindung.

Welche Kinder können in die Johannes-Schule aufgenommen werden?
Wir wollen eine Schule für alle Kinder sein, denen das Regelschulsystem keine angemessene Lernumgebung zur Verfügung stellen kann. Genehmigungsrechtlich darf die Johannes-Schule Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Spektrum der Lern- und Entwicklungsstörungen (Bildungsgang "Lernen", auch in Verbindung mit den Unterstützungsbedarfen "Sprache" und "Emotionale und soziale Entwicklung") sowie im Bildungsgang der Schule für geistige Entwicklung aufnehmen.
Allgemeine Kriterien für "Schulfähigkeit" legen wir nicht zugrunde. Die unbedingte Einschulung mit spätestens sechs Jahren lehnen wir ab.

 


Ein komplexes Bedingungsgefüge zwischen individueller Entwicklung, seelischer und körperlicher Belastbarkeit, "äußeren Faktoren" (Schulweg) und Gegebenheiten der Schule und der Lerngruppe muss sorgsam betrachtet werden, um Über- oder Unterforderungen zu vermeiden. Sehr bedeutsam ist die Altersstruktur: Die physischen Entwicklungsschritte mit ihren besonderen Begleiterscheinungen treten auch bei Seelenpflege-bedürftigen Kindern und Jugendlichen altersgemäß auf und bedingen je spezielle Ansprache und Unterrichtsinhalte. Die Altersspanne in einer Klasse sollte ein Jahr nicht wesentlich überschreiten. Eine Häufung spezifischer Krankheitsbilder oder Einseitigkeiten versuchen wir zu vermeiden. Die Schüler sollen sich in ihrem So-Sein ergänzen und als Klassengemeinschaft möglichst viele Entwicklungsmöglichkeiten abbilden. Aber auch hier gibt es Grenzen, so kann z.B. die "Hüllenarbeit" bei sehr zarten, seelisch wunden Kindern einer notwendigen strikten Führung bei anderen entgegenstehen. Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe "weichere Kriterien", so sollte z.B. das Verhältnis Jungen - Mädchen möglichst ausgeglichen sein.

Aber auch wenn die Johannes-Schule für viele der angemeldeten Kinder ein geeigneter Förderort wäre, können pro Jahr nur 10 bis 11 Kinder in die Eingangsklasse aufgenommen werden. Die notwendige Auswahl erfolgt unter dem Primat der Gruppenzusammensetzung (s.o.) und führt jedes Jahr zu sehr individuellen Klassengemeinschaften. Bevorzugt werden Geschwisterkinder und Kinder aufgenommen, die bereits einen Waldorfkindergarten besucht haben.